Ökodesign

Unsere Chance für die Zukunft: die Ökodesign-Richtlinie

Mit der Ökodesign-Richtlinie treibt die Europäische Union den Klimaschutz voran, indem sie den Betrieb von stromfressenden Produkten verbietet. Das bedeutet das Aus für ineffiziente Pumpen.

Hocheffiziente Pumpen bieten riesiges Einsparpotential!
Wussten Sie, dass….

  • in Pumpenanwendungen in Deutschland jährlich ca. 65 TWh an Strom verbraucht werden (entspricht 11 % der Bruttojahresstromerzeugung)?
  • 64 % des gesamten Stromverbrauchs von elektrischen Motoren und davon wiederum 30 % von Pumpen verbraucht werden (Fraunhofer Institut)?
  • sich bei Optimierung der in Deutschland eingesetzten Pumpensysteme ein wirtschaftliches Einsparpotential von 15 Milliarden kWh pro Jahr ergibt (entspricht einem Äquivalent von 10 Millionen t CO2 oder einem Einspareffekt von 1,2 Milliarden Euro bei 8 Cent/kWh)?
  • das Energiesparpotential bei Pumpen und Pumpensystemen bei 30 % (in Einzelfällen auch erheblich darüber) liegt?

Pumpen gehören zu den größten Stromverbrauchern in industriellen Prozessen. Um ihr tatsächliches Einsparpotential zu erschließen, müssen einerseits die Motoren und Pumpen sowie andererseits das gesamte Pumpensystem unter energetischen Gesichtspunkten betrachtet werden. Wer auf Dauer effizient und energiesparend fördern will, muss das Gesamtsystem optimieren, also Motor, Antrieb, Pumpe, Leitungen und Armaturen. Wir unterstützen Sie mit unserem 6-Punkt-Programm zur Energieeinsparung!

Unser Sechs-Punkte-Programm auf einen Blick

Die Ökodesign-Richtlinie der EU

Ziel dieser Verordnung ist die Reduzierung des Energieverbrauches bei gerade verbrauchsintensiven Produkten, zu denen auch Elektromotoren und Wasserpumpen zählen. Durch die Umsetzung der Richtlinie werden Produkte mit schlechten Wirkungsgraden vom Markt eliminiert. Die Ökodesign-Richtlinie 2009/125/EG dient der Schaffung eines Rahmens für die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energieverbrauchsrelevanter Produkte (Energy-related Products, ErP). Sie ersetzt die Richtlinie 2005/32/EG vom 6. Juli 2005, die auch Energy-using Prodcts (EuP) Directive genannt wurde. Durch diese Richtlinie wurden zahlreiche energieverbrauchsrelevante Produkte untersucht und Mindestanforderungen festgelegt. So sind auch Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von Elektromotoren und Kreiselpumpen zum Pumpen von sauberem Wasser in der EU-Verordnung festgelegt worden. Dies bedeutet gleichermaßen für Hersteller wie auch für Händler, dass nur noch Produkte, die diese Anforderungen erfüllen, im Bereich der Europäischen Gemeinschaft in den Markt gebracht werden dürfen. Alle OSNA-Produkte, soweit sie von dieser Richtlinie EU-Verordnung Nr. 547/2012 vom 5. Juni 2012 erfasst sind, erfüllen die gestellten Anforderungen des Mindesteffizienzindex ≥ 0,40 und sind auf dieser Homepage entsprechend mit dem ERP2015-Logo gekennzeichnet.



Folgende Bauweisen von Pumpen fallen unter die Richtlinie:

  • Wasserpumpe mit axialem Eintritt, eigene Lagerung (ESOB)
  • Wasserpumpe mit axialem Eintritt, Blockausführung (ESCC)
  • Blockwasserpumpe mit axialem Eintritt, Inline-Ausführung (ESCCi)
  • Mehrstufige vertikale Wasserpumpe / Kreiselpumpe (MS-V)

(Gilt nur für Pumpen, die für einen Druck von bis zu 25 bar ausgelegt sind und eine Nenndrehzahl von 2.900 min-1 sowie einen maximalen Förderstrom von 100 m/h aufweisen!)

  • Mehrstufige Tauch-Wasserpumpe / mehrstufige Unterwasserpumpe (MSS)

(Gilt nur für Wasserkreiselpumpen mit einem äußeren Nenndurchmesser von 4ʺ oder 6ʺ, die für den Betrieb in einem Bohrloch bei Betriebstemperaturen zwischen 0° C und 90° C und mit einer Nenndrehzahl von 2.900 min ausgelegt sind!)

Ökodesign-Richtlinie 2009/125/EG

 

Für Pumpen

EU-Verordnung Nr. 547/2012 vom 5. Juni 2012 über die Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von Kreiselpumpen zum Pumpen von sauberem Wasser

Verordnung (EU) Nr. 547/2012 

 

Für Elektromotoren

EU-Verordnung Nr. 640/2009 vom 22.Juli 2009 und 4/2014 vom 6.Januar 2014 über die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von Elektromotoren.

Die neuen IE-Wirkungsgradklassen der Motoren lösen die alten EFF-Klassen ab. Es sind jetzt Motor-Wirkungsgradklassen IE1, IE2, IE3 und IE4 mit steigenden Wirkungsgraden definiert.
Ab Januar 2017 müssen alle Elektromotoren mit einer Nennleistung von 0,75 bis 375 kW einen Mindestwirkungsgrad IE3 aufweisen und IE2-Motore dürfen nur noch in Verbindung mit einer Drehzahlregelung genutzt werden.

Verordnung (EU) Nr. 640/2009 
Verordnung (EU) Nr. 4/2014